
Das Buch zur alten Kohlenhandlung und den Menschen darin
„Treffpunkt Kohlenhandlung“. Ein Lern- und Gedenkort für Annedore und Julius Leber. 111 Seiten, 14,50 €. Herausgegeben vom Arbeitskreis Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber im Stadtteilverein Schöneberg und der Berliner Geschichtswerkstatt.
Eine reich illustrierte Publikation über die Geschichte des Ortes und der Menschen, die darin wirkten. Über die Kontroverse um einen Lern- und Gedenkort und die Konzepte dafür. Ab sofort kann das Buch bestellt werden. Mehr lesen…
Historischer Ort: die ehemalige Kohlenhandlung – künftiger Lern- und Gedenkort
Auf dem Gelände der ehemaligen Kohlenhandlung in der Torgauer Straße, Ecke Gotenstrasse in Berlin-Schöneberg arbeitete Julius Leber in der Zeit des Nationalsozialismus und traf Gleichgesinnte aus dem Widerstand. Nach dem Krieg baute seine Frau Annedore Leber die Kohlenhandlung wieder auf und betrieb hier auch den Mosaik-Verlag. Ihre Veröffentlichungen förderten ein demokratisches Bewusstsein und das Verständnis über die Notwendigkeit des Widerstands im Nationalsozialismus.
Die Gebäude der Kohlenhandlung wurden im Krieg zerstört und 1950 ließ Annedore Leber ein neues Haus errichten. In Erinnerung an Annedore und Julius Leber soll es nun ein Gedenk- und Lernort werden. Diese Aufgabe wird vom Arbeitskreis „Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber“ im Stadtteilverein Schöneberg verfolgt.
Annedore und Julius Leber
Julius Leber war Sozialdemokrat, Reichstagsabgeordneter und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er stand im Zentrum der Verschwörung gegen das NS-Regime. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn deshalb zum Tode, er wurde in Plötzensee hingerichtet.
Seine Frau Annedore sicherte während der Haft ihres Mannes die wirtschaftliche Existenz der Familie und kämpfte für seine Freilassung. Nach dem Krieg engagierte sie sich als Publizistin und Politikerin und beteiligt sich am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft. Mehr lesen…
Ziele des Arbeitskreises
Im Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber soll an die Menschen erinnert werden, die hier ein und aus gingen. Es wird um zivilen Widerstand gegen den Nationalsozialimus und um den Aufbau der Demokratie nach dem Krieg gehen. Und darum, was uns das heute noch sagen kann. Das Gebäude soll zum Treffpunkt für Information, Bildungsarbeit, Veranstaltungen oder einfach zum Kaffee im Geschichtskiosk werden. Mehr lesen…




