Neue Ausstellung in der Julius-Leber-Kaserne
In der Berliner Kaserne erinnert ein Zimmer an ihren Namensgeber Julius Leber. In diesem Raum gibt es eine neue Ausstellung über ihn, die von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitet wurde.
Die Ausstellung wurde am 9. Juli 2026 mit einem feierlichen Akt eröffnet. Unter musikalischer Begleitung eines Musikkorps der Bundeswehr begrüßte Brigadegeneral Horst Busch die Gäste, darunter Politikerinnen und Politiker sowie Vertreter des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, in dem Leber Mitglied war, und des Arbeitskreises Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber.

Dr. Julia Spohr, die neue Direktorin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (GdW), führte in die Ausstellung in der Julius-Leber-Kaserne ein. Die Kasernengebäude entstanden zwischen 1936 und 1939. Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht hatten hier die französischen Streitkräfte ihr Berliner Hauptquartier, das „Quartier Napoléon“. Die Bundeswehr übernahm das Gelände im Jahr 1994 und benannte es am 50. Todestag von Julius Leber, am 5. Januar 1995, um. Bei der feierlichen Umbenennung übergab Katharina Christiansen, die Tochter von Annedore und Julius Leber, den Schreibtisch ihres Vaters an die Bundeswehr. Der französische Botschafter überreichte anlässlich der Umbenennung zudem eine Replik der Totenmaske Napoleons.

Nach den Reden wurden Kränze vor den Stelen niedergelegt, auf denen ein Zitat von Julius Leber zu lesen ist:
Für eine gute und gerechte Sache ist der Einsatz des eigenen Lebens der angemessene Preis
Julius Leber
Isa Vermehren, die Julius Leber aus Lübeck kannte und das Konzentrationslager Ravensbrück überlebte, hat ihn dort mehrmals gesehen und einmal mit ihm gesprochen. Sie gab seine Worte weiter. Sie erinnert sich: „Selbst seine Bewacher schien er durch den Eindruck … echter Würde … und … vollendeter Selbstsicherheit“ zu beeindrucken.
Die Ausstellung
Anschließend konnte die neue Ausstellung im Julius-Leber-Zimmer besichtigt werden. Sie wurde von Dr. Petra Behrens von der GdW und dem ehemaligen Leiter der GdW, Prof. Dr. Johannes Tuchel, erarbeitet.





